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Musikerdystonie

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Vorkommen und Symptomatik

Die Musiker-Dystonie ist eine Störung der feinmotorischen Bewegungsabläufe beim Instrumentalspiel.Sie ist mit anderen tätigkeitsspezifischen Dystonien verwandt(z.B. Schreibkrampf, "Yips" bei Golfern), tritt aber häufiger auf: Von 200 Musikern erkrankt im Durchschnitt einer an einer Dystonie; Männer etwa sechsmal häufiger als Frauen.

Die Störung der Bewegungsabläufe erstreckt sich auf langgeübte, zeitlich und räumlich sehr präzise Bewegungsabläufe, die eine hohe Kontrolle erfordern.Bei Instrumentalmusikern ist es das Spiel auf dem jeweiligen Instrument, bie Sängern kan die Störung als sog.Spasmodische Dysphoniedie Koordination der Stimmbänder betreffen.Die motorische Geschicklichkeit in anderen Bereichen bleibt in der Regel unverändert.


Erscheinungsformen

Handdystonien

Das charakteristische Bild der Handdystonien zeigt sich im unwillkürlichen Einrollen oder Abspreizen einzelner Finger während des Instrumentalspiels.

Die ersten Anzeichen einer fokalen Dystonie treten in Form minimaler spieltechnischer Unzulänglichkeiten auf, die sich häufig zunächst beim Skalenspiel und in schnellen Passagen bemerkbar machen.

An Tasteninstrumenten zeigt sich die Dystonie häufig in einem unwillkürlichen Einrollen der beiden Außenfinger (Ring- und Kleinfinger) der rechten Hand, jedoch kann auch die linke Hand betroffen sein.Vielfach neigen die benachbarten Finger dann ausgleichend zu einer Streckung, wodurch die Beweglichkeit der Hand insgesamt beeinträchtigt wird.

Streicher klagen bei Erkrankung der linken Hand in der Frühphase häufig über neu aufgetretene Probleme mit der Intonation, die auch durch intensives Üben nicht beseitigt werden können.In fortgeschrittenen Stadien wird das Einrollen einzelner Finger sichtbar, wie etwa des Ring- oder Kleinfingers.

Holzbläser bemerken zuerst typischerweise eine Spielhemmung bei speziellen Griffen oder Grifffolgen, die zu unsauberen Griffverbindungen führen kann.Betroffen kann die linke oder rechte Hand sein. Bei Instrumenten mit Ringklappen führt schon eine minimale Beuge- oder Strecktendenz Dystoner Finger zu unvollständigem Klappenschluss und zu Misstönen.

Bei den Zupfinstrumenten fällt auf, dass über Harfenisten mit Dystonie nur sehr wenige Berichte existieren, während Gitarristen am häufigsten eine Handdystonie entwickeln.Viel öfter als die linke Hand ist die rechte betroffen, und dabei kommt es bei Gitarristen häufig zum unwillkürlichen Einziehen einzelner Finger, vor allem des Zeige- oder Mittelfingers. Dadurch leiden sowohl die Gleichmäßigkeit des Tempos, die dynamische Präzision bei der Tongebung als auch die Treffsicherheit.Als Folge neigt die betroffene im Handgelenk.

Schlagzeuger bekommen sehr selten eine fokale Dystonie. In der Frühphase tritt entweder eine mangelnde Kontrolle, ein Zittern der Schlegel oder das Ziehen einer Hand in eine bestimmte Richtung auf. Auch rasches Verkrampfen oder Ermüdung während des Spiels kann auf eine beginnende fokale Dystonie hindeuten.


Ansatzdystonien

In der Frühphase stellen sich häufig kaum erkennbare Unzulänglichkeiten des Ansatzes ein, vorwiegend in einem bestimmten Register, einer Spielart oder einem klar umschriebenen Dynamikbereich.
In forgeschrittenen Stadien weitet sich die Problematik häufig auf de gesamten Tonumfang des Instruments und auf alle Dynamikbereiche aus. Dann ist die kontrolle über den Ansatz bei keiner Spielart mehr gewährleistet.Mögliche Symptome sind ferner eine Ermüdung der Lippen, ein Zittern im Bereich der Lippen oder andere unerwüuschte Bewegungen der Lippen, des Unterkiefers oder der übrigen Gesichtsmuskulatur.



Quelle: "Dystonie bei Musikern" mit freundlicher Genehmigung von der Deutsche Dystonie Gesselschaft e.V